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01.05. Anreise
Abflug mit Lufthansa von Hamburg über Frankfurt nach Portland, Oregon. Die Ankunft in Portland ist um 11:15 Uhr Ortszeit. Da keine andere Maschine aus Europa so früh ankommt, sind wir relativ schnell - und freundlich - durch die Einreise-Kontrolle gekommen und auch unseren Mietwagen haben wir ohne lange Wartezeit bekommen. Wir fahren gleich weiter an die Küste (2 Std.) nach Lincoln City. Unser Best Western Hotel liegt fast am Ortsausgang, ist noch sehr neu und hat schöne große Zimmer. Wir checken für 2 Nächte ein.
02.05. Heute ist volles Programm
Als erstes fahren wir nach Newport ins Aquarium. Newport ist ca. ½ Stunde entfernt. Das Aquarium ist sehr schön, zeigt die Fische, Vögel und Säugetiere, die man an der Küste Oregons sehen kann. Der Besuch war sehr hilfreich, da wir tatsächlich viele Tiere an der Küste gesehen haben und so eindeutig identifizieren konnten.
Nach dem 2-stündigen Aquariumbesuch sind wir weiter zur Cape Perpetua gefahren, haben uns die wunderschöne Küste Oregons und einige der zahlreichen alten Leuchttürme angeschaut.
An der Cape Perpetua kaufen wir unseren "America the beautiful" Pass (der frühere Golden Eagle Pass). Der Pass kostet 80 Dollar und berechtigt zum Eintritt in die Nationalparks für ein Jahr ab Ausstellungsmonat für alle Fahrzeuginsassen.
Bei Parks, in denen pro Person abgerechnet wird, gilt der Pass für den Inhaber und drei weitere Personen. Da in den großen und bekanntesten Parks (Grand Canyon, Death Valley, Yosemite, Zion) jeweils 20-25 Dollar Eintritt pro Fahrzeug verlangt werden, hat man bei Besuch mehrerer Parks mit dem Pass einen Preisvorteil.

03.05. Von der Küste ins Landesinnere
Wir fahren entlang der Küste mit einigen Stopps bis nach Roseburg ins Landesinnere. An der Küste schauen wir uns die Sea Lion Caves an, in der Hunderte von Seelöwen zu sehen sind. Zur Höhle selber kommen wir mit einem Fahrstuhl und über ein paar Stufen. Die vielen Seelöwen sind trotz des schummrigen Lichts gut zu erkennen. Fotografieren können wir allerdings nicht, da Blitzlicht verboten ist, aber draußen sehen wir auch noch einige Seelöwen von den Aussichtspunkten.
Auf der Weiterfahrt erkunden wir Teile der Oregons Dunes, einer kilometerlangen Dünenkette. Da der gesamte Strand in Oregon dem Staat gehört, gibt es keine Privatstrände. Man kann überall an den Strand und dort schöne Spaziergänge machen. Wir bleiben eine Nacht in Roseburg.



04.05. Straße der Wasserfälle
Wir fahren heute eine der Scenic Routen Oregons, den Rogue - Umqua Scenic Byway. Diese Strecke wird auch die Straße der Wasserfälle genannt und führt die ganze Zeit am Fluss entlang, entweder am Rogue River oder am Umqua River. Die Landschaft ist wunderschön und die Wasserfälle sind gut ausgeschildert. Zu den Fällen muss man zu Fuß gehen, aber wir genießen die kurzen Wanderungen bei dem schönen Wetter sehr.
Gegen Mittag kommen wir am Diamond Lake an, der als Perle der Kaskaden beschrieben wird. In meiner Vorstellung: ein blauer See in den Bergen. Dies stellte sich als nicht ganz richtig heraus, da der See durch die hohe Lage noch komplett zugefroren war. Schön war es natürlich trotzdem. Und wir hatten auch viel Spaß damit, den Amerikanern beim Eisangeln zuzuschauen.
Wir hatten uns als weiteren Programmpunkt an diesem Tag die Besichtigung des Crater Lake Nationalparks vorgenommen. Nachdem nun der Diamond Lake schon zugefroren war, hatten wir natürlich große Befürchtungen. Die direkte Straße war auch noch gesperrt, aber der Südeingang war geöffnet. Schnee gab es hier allerdings auch noch jede Menge, aber die Zufahrtsstraßen waren geräumt. Wir konnten die Panoramastraße, die um den See führt, wegen des Schnees nicht befahren, aber es war ein tolles Erlebnis durch einen Schneetunnel in das Besucherzentrum gehen zu müssen und in der Cafeteria des Parks im ersten Stock zu sitzen, auf einer Ebene mit der Schneegrenze. Durch die vulkanische Tätigkeit war der See frei und der Blick auf den tiefblauen See in der verschneiten Landschaft war fantastisch.
Wir kommen abends in Grants Pass an, übernachten wieder in einem Best Western Hotel und essen in Ellmers Restaurant. Das Restaurant ist gemütlich, die Bedienung sehr freundlich, das Essen sehr gut.

05.05. Es geht weiter Richtung Süden
Bevor wir nach Kalifornien kommen, erkunden wir die Oregon Caves. Die Oregon Caves sind ein riesiges Höhlensystem, das man nur unter kundiger Führung betreten darf. Der Eintritt von 8 Dollar pro Person ist in unserem Pass enthalten. Am Besucherzentrum werden wir von den Rangern aufgeklärt, dass man in der Höhle nichts berühren darf, teilweise in gebückter Haltung unter Felshängen laufen muss und sehr viele Treppen zu bewältigen hat. Die Führungen sind alle halbe Stunde und dauern 1 - 1 ½ Stunden. Die Höhle ist sehr beeindruckend, riesengroß und tatsächlich muss man recht beweglich sein, um den Weg zu bewältigen. Nach ca. einer halben Stunde Weg gibt es allerdings eine Ausstiegsmöglichkeit, danach fängt der beschwerliche Teil erst an.
Gegen Mittag fahren wir weiter, unmittelbar nach der Grenze zu Kalifornien beginnen die Redwoods. Die Bäume sind gigantisch groß, wir sind schwer beeindruckt und halten bei der nächsten Möglichkeit erst einmal zum fotografieren an. Gegen Abend kommen wir in Eureka an. Auch hier übernachten wir eine Nacht im Best Western Hotel.

06.05. Heute wollen wir in San Francisco ankommen
Unterwegs erkunden wir noch weitere Teile des Redwood Nationalparks und schauen uns Ferndale an. Ferndale hat schöne Häuse aus der Kolonialzeit und sich seinen Charme aus der damaligen Zeit bewahrt. Am Spätnachmittag kommen wir in San Francisco an. Bevor wir über die Golden Gate Bridge in die Stadt fahren, genießen wir einen ersten Blick auf die Brücke - und wir haben Glück, kein Nebel, die Brücke präsentiert sich von der schönsten Seite. Wir übernachten direkt an der Fisherman´s Wharf, sodass wir alle Sehenswürdigkeiten gut zu Fuß erreichen.

07.05. San Francisco
Wir erkunden die Stadt zu Fuß und per Cable Car. Wandern durch China Town, den Financial District, weiter zum Telegraph Hill und von dort zum Fähranleger. Die Karten für die Fahrt nach Alcatraz habe ich schon in Deutschland gekauft, so dass wir keine Probleme haben. Die Fahrten selbst waren für den Tag ausverkauft, es ist also auf jeden Fall ratsam, sich rechtzeitig um Karten zu bemühen. Alcatraz ist immer wieder ein Besuch wert. Die Audio Tour ist sehr gut gemacht, so dass sich der ca. 2-stündige Aufenthalt wirklich lohnt. Am Pier 39 schauen wir nach einem Bummel eine ganze Weile den Seelöwen zu.
08.05. Abreise aus San Francisco
2-stündige Fahrt bis Monterey, wo wir erst einmal im Hotel einchecken für eine Nacht. Wir fahren den berühmten 17 - Mile - Drive zwischen Monterey und Carmel. Die Benutzung der Privatstraße kostet 8 Dollar, lohnt sich aber auf jeden Fall. Wir sehen an der Küste Seelöwen, Seeotter, Pelikane u.v.m..
Auf den zahlreichen Golfplätzen grasen Rehe und werden anscheinend auch geduldet. Die Anwesen und Villen die hier liegen sind riesig und architektonisch sehr interessant. Carmel ist ein schönes kleines Städtchen mit netten Geschäften und lädt zum bummeln ein. In Monterey gibt es mehrere alte Häuser zu sehen, die Fisherman´s Wharf von Monterey und die Canery Street mit ihren alten Lagerhäusern, die in Geschäfte umgebaut worden sind.

09.05. Wir fahren zum Yosemite Nationalpark
Die Fahrt selbst dauert sehr lange, da vor dem Park mehrer Straßen durch einen Steinschlag verschüttet wurden. Der Yosemite selbst zeigt sich von seiner schönsten Seite. Die Wasserfälle führen durch die späte Schneeschmelze sehr viel Wasser und tosen ins Tal. Wir schauen uns die 2 größten Fälle auch aus der Nähe an und fahren dann weiter über schöne Aussichtspunkte zum Südeingang des Parks. Am Mariposa Grove laufen wir durch den Wald der Sequoia Mammutbäume bis zum Grizzly Giant. Die Rundtour dauert ca. 1 Stunde. Anschließend fahren wir nach Oakhurst in unser Hotel.

10.05. Weiterfahrt von Oakhurst ins Death Valley
Gegen Nachmittag kommen wir an der Furnace Creek Ranch an, checken ein und fahren gleich weiter zum Artist Drive. Das Farbenspiel auf den bunten Steinen ist am Nachmittag am schönsten, während man den Zabriskie Point am besten morgens ansieht. Da wir bei unserem letzten USA-Aufenthalt schon einmal im Death Valley waren, reicht uns diesmal eine Nacht. Den Aufenthalt auf der Furnace Creek Ranch genießen wir wieder einmal, die Atmosphäre auf der Ranch ist einfach schön, das Schwimmbad angenehm warm und groß und das Essen im Saloon ist gut. Das Klima ist angenehm warm, wir haben 102 Grad Fahrenheit, das entspricht ca. 38 Grad Celsius. Im Sommer wird es dann unerträglich heiß und ein Aufenthalt im Death Valley ist nicht mehr zu empfehlen.

11.05. Las Vegas
Heute haben wir nur eine kurze Fahrstrecke vor uns, 2 Stunden bis Las Vegas. In Las Vegas bleiben wir die nächsten 3 Nächte. Wir haben Karten für den Cirque du Soleil im Bellagio für den ersten Abend. Die Vorstellung ist super, wir genießen den Abend sehr. In Las Vegas schauen wir uns die tollen Hotels an, am besten gefallen uns das Venetian, Bellagio, Paris und Caesars Palace. Die Einkaufspassagen und Innenausstattungen dieser Hotels sind einfach grandios. Außerdem sind die Fontänen des Bellagios (auch bekannt aus dem Film Oceans Eleven) die abends alle 15 Minuten starten absolut sehenswert.
14.05. Heute ist Fahrtag
Wir fahren von Las Vegas durch Utah bis nach Idaho. In Idaho Falls übernachten wir.


15.05. Grand Teton Nationalpark
Von Idaho Falls bis zu unserem heutigen Ziel dem Grand Teton Nationalpark ist es nicht weit. Wir übernachten in Jackson, Wyoming. Schon auf der Fahrt nach Jackson verändert sich die Landschaft. Dies ist jetzt eindeutig „Cowboyland".
Von Jackson zum Grand Teton sind es ca. 20 Minuten Fahrt. Der Park ist noch tief verschneit, obwohl das Wetter gut und wahrhaftig nicht kalt ist. Leider können wir durch den Schnee keine Wanderungen im Park unternehmen, und müssen uns auf die geräumte Panoramastraße beschränken. Aber auch von den Aussichtspunkten der Panoramastraße erhalten wir einen Einblick in die fantastische Natur des Parks. Durch die frühe Jahreszeit und die geringen Besucherzahlen zu dieser Zeit haben wir auch Glück mit den Tierbeobachtungen. Wapiti-Hirsche sieht man häufig in den nördlichen Nationalparks, aber Elche nicht. Wir hatten das große Glück gleich mehrere Elchbegegnungen zu haben. Die Tiere reagieren recht gelassen auf Beobachter, wir hatten das Gefühl, die wissen genau, dass Ihnen keiner etwas tun darf.



16.05. Yellowstone
Für die nächsten 3 Nächte bleiben wir in West Yellowstone, Montana. Der Yellowstone Nationalpark schließt sich direkt an den Grand Teton Nationalpark an. Es dauert ca. 1 Stunde, bis wir den Yellowstone über den Südeingang erreichen.
Auf dem Weg zum Westeingang - dort liegt West Yellowstone - erkunden wir schon einmal das erste Geysir Becken. Die Ausschilderung in den Nationalparks ist in den USA vorbildlich. Abzweigungen und Aussichtspunkte kann man eigentlich nicht verpassen und auch bevor man losgeht ist der Weg immer noch einmal auf einer Hinweistafel aufgezeichnet.
Unser nächster Stopp ist am Old Faithful, dem Geysir, der zuverlässig jede Stunde ausbricht. Vor dem Visitor Center steht eine Tafel auf der mit Kreide 16.10 pm steht. Wir nehmen richtig an, dass dies die nächste Eruption ist. Immer +/- 10 Minuten. Vor dem Old Faithful sind ganze Reihen von Holzbänken aufgebaut. Wir suchen uns ein schönes Plätzchen in der ersten Reihe, möglichst mittig und warten. Und - pünktlich um 16.08 Uhr - geht es los. Erst ein wenig verhalten und dann mit aller Macht spuckt der Old Faithful Wasserfontänen.
In den nächsten 2 Tagen erkunden wir den Yellowstone. Der Park ist sehr groß. Auch hier liegt noch überall Schnee, was für Mitte Mai nicht unbedingt typisch ist. Aber in diesem Jahr waren die Schneefälle wohl extrem. Das Wetter ist warm, ein T-Shirt reicht, und dann überall der Schnee, das ist schon etwas paradox.
Es gibt noch viele weitere Geysir Becken zu entdecken, den Grand Canyon of the Yellowstone und natürlich die vielen Tiere.
Bisons sehen wir viele, teilweise auch mitten auf der Straße. Die stehen da auch sehr gelassen rum und lassen sich viel Zeit, die Straße zu räumen. So lange man im Auto sitzt besteht allerdings keine Gefahr, aussteigen sollte man nur, wenn man mindestens 10 m Abstand zu den Tieren hat.
Falls man das Glück hat einen Bären zu sehen, sind per US-Gesetz 25 m Mindestabstand vorgeschrieben - ich bin mir nur nicht sicher, ob der Bär das auch weiß.
19.05. - 23.05. Es geht zurück Richtung Portland
Da die Strecke zu lang ist, um an einem Tag zurückgelegt zu werden, übernachten wir zwischendurch - und besichtigen unterwegs noch den Craters of the moon Nationalpark, der mich sehr an die Vulkanlandschaft Lanzarotes erinnert. Zurück in Oregon wird es wieder grüner, aber leider wird das Wetter auch schlechter. Aber das wussten wir vorher, dass es in Oregon regnen kann, das ist wie hier bei uns in Hamburg. Als Nordlichter sind wir ja nicht so verwöhnt.
Wir fahren bei The Dulles vom Highway ab auf einen weiteren Scenic Byway Oregons, den Historic Columbia River Scenic Byway. Die Straße bietet fantastische Ausblicke auf den Columbia River und den Staat Washington, der jenseits des Flusses beginnt. Außerdem gibt es auch hier wieder fantastische Wasserfälle zu bestaunen. Die letzten Nächte vor dem Abflug verbringen wir in Troutdale, einem Vorort von Portland.
Hier gibt es eine Outlet Mall, in der wir die letzten Mitbringsel kaufen. In Oregon gibt es keine State Tax, der Preis an der Ware ist tatsächlich der Endpreis. Für eine kurze Stadtbesichtigung in Portland und einen Besuch im sehr schönen japanischen Garten und Rosengarten ist noch Zeit und dann geht es nach 3 wunderbaren Wochen leider wieder nach Hause.
Reisebericht_Tietz_USA_2008.pdf Reisebericht Claudia Tietz USA 2008 |
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