Claudia Tietz
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Claudia Tietz - Las Vegas, Nationalparks & Canyons

Las Vegas
Las Vegas

04. - 25. Mai 2005

04.05.05 Anreise

Abflug von Hamburg nach Las Vegas. Die Lufthansa-Maschine bis Frankfurt hat wunderbar bequeme Sitze und Beinfreiheit. Von der Langstrecke mit der Condor kann ich das leider nicht sagen. Wer über 1,80 m ist, hat schon große Probleme bequem zu sitzen. Bei einem 10-Stunden-Flug sollte man daher entweder die XL Sitze buchen oder die teurere Comfort Class. Am frühen Nachmittag sind wir in Las Vegas und holen erst einmal unseren Van bei Alamo ab. Leider sind die Ausschilderungen am Flughafen schlecht, die Haltestelle des Shuttle Busses finden wir nur nach zweimaligem Nachfragen. Aber einmal gefunden, geht alles Weitere problemlos und wir haben nach einer halben Stunde unser Auto.

Unser Hotel für die ersten beiden Nächte ist das Circus Circus - das günstigste Haus am Las Vegas Strip. Die Zimmer und die Lage sind aber in Ordnung. Unser Auto können wir kostenlos auf dem Hotelparkplatz parken. Nach dem langen Flug gehen wir nur noch zum Abendessen an das Buffet vom Circus Circus und danach ins Bett.

 
Stratosphere Tower
Stratosphere Tower

05.05.05 Valley of Fire

Da wir am Ende noch 3 Nächte in Las Vegas haben, fahren wir heute ins etwa 1 ½ Stunden entfernte Valley of Fire. Dort verbringen wir einen schönen Tag damit die bizarren Steinformationen zu erkunden, indianische Petroglyphen anzuschauen und mit mehreren kleinen Wanderungen.

Am Spätnachmittag sind wir wieder in Las Vegas. Nach dem Abendessen - diesmal im gegenüberliegenden Sahara Hotel - gehen wir zu Fuß zum Stratosphere Tower. Der Eingang zum Turm ist im Stratosphere Hotel. Von oben haben wir einen spektakulären Ausblick auf das Lichtermeer der Stadt. Beliebt ist dieser Aussichtspunkt auch bei Hochzeitspaaren, von denen wir am 05.05.05 natürlich viele sehen. Wer sehr mutig ist, kann von der Aussichtsplattform auf die nächste und höchste Plattform fahren. Hier gibt es eine Achterbahn und eine Karussell, das einen über die Plattform hinweg in die Tiefe blicken lässt. Schwindelfrei sollte man da schon sein.

 

06.05.05 Death Valley

Heute fahren wir ins Death Valley. Durch die untypischen Regenfälle in diesem Jahr können wir nicht alles anschauen, da ganze Straßen durch Überschwemmungen weggerissen wurden. Die Straße ins Tal ist nur einspurig befahrbar. Daher müssen wir warten, bis der Flagman die Straße freigibt und wir dem Pilot Car eine ½ Stunde ins Death Valley folgen können. Der Zabriskie Point, Dante´s View und der Artist Drive sind nicht zu erreichen.

Wir checken in der Furnace Creek Ranch ein und fahren danach gleich weiter zum Besucherzentrum. Hier kaufen wir unseren Golden Eagle Pass, der uns freien Eintritt zu allen Nationalparks ermöglicht. Im Besucherzentrum ist ein sehr interessantes Museum, außerdem sehen wir Fotos der Überschwemmung. Das Ausmaß der Zerstörung ist gewaltig. Im sich anschließenden Kino sehen wir einen Film über das Death Valley, Geschichte, Flora & Fauna.

Wir fahren nach Süden und schauen uns die Salzkristalle des Devil´s Golf Course und die Salzwüste von Badwater an, den tiefsten Punkt des Death Valleys. Da wir noch Zeit haben und gerne noch ein wenig laufen möchten, gehen wir den schönen Golden Canyon Trail. Alle Trails sind am Weganfang gut beschrieben. Im Besucherzentrum kann man auch ein Merkblatt über mögliche Wanderungen erhalten. Was im Death Valley enorm wichtig ist - immer ausreichend Wasser dabei haben! 1 - 2 Liter pro Person sind ein MUSS.

Wieder zurück auf der Furnace Creek Ranch - der Oase in der Wüste - gehen wir im Saloon essen und beschließen damit den Tag.

 
Death Valley
Death Valley

07.05.05 Death Valley Tag 2

Heute haben wir einen ganzen Tag Zeit um das Death Valley zu erkunden. Der Park ist riesengroß und bietet viel mehr als Sand und Salzwüste. Wir fahren als erstes zum ca. 1 Stunde entfernten Ubehebe Krater. Der Vulkankrater ist riesengroß. Wir können direkt vor dem Krater parken, könnten um den Krater herumwandern, worauf wir allerdings verzichten. Wir laufen aber bis zum höchsten Punkt, um einen schönen Blick über den Krater und das Tal zu haben.

Scotty´s Castle ist unser nächster Anlaufpunkt. Das Haus ist im Stil einer kalifornischen Hacienda erbaut und hat eine informative und lustige Geschichte, die einem die Ranger beim Besuch des Hauses sehr anschaulich vermitteln. Der Besuch lohnt sich auf jeden Fall, auch wenn die Fahrt von der Furnace Creek Ranch recht weit ist.

Wir fahren jetzt zu den Sanddunes, einer wunderschönen Dünenlandschaft, die schon wieder recht nahe an der Furnace Creek Ranch liegen. Ein weiterer Abstecher ist der Mosaic Canyon. Hier muss man wieder wandern. Es lohnt sich aber. Die Wände und der Boden des Canyon sind vom Wasser und vom Wind so ausgewaschen, dass sie aussehen wie Marmor. Und das in vielen verschiedenen Farben. Den Abend lassen wir wieder im Saloon ausklingen.

 
Zion Nationalpark
Zion Nationalpark

08.05.05 Zion Nationalpark

Es geht zurück Richtung Las Vegas, allerdings ohne Stopp, denn wir fahren weiter zum Zion Nationalpark. Wir bleiben die nächsten 2 Nächte in Springdale, einem sehr schönen kleinen Ort in den Bergen, im Best Western Hotel. Das Hotel ist sehr gut, schöne große Zimmer und ein gutes Restaurant nebenan. Besonders beeindruckend ist die Lage des Pools, Panoramablick auf die Berge, ganz toll. Unser Auto können wir auf dem Hotelparkplatz stehen lassen. Um dem vielen Verkehr vorzubeugen gibt es einen regelmäßigen Buspendelverkehr, der vor den Hotels hält und bis zum IMAX Theater fährt. Von dort sind es nur noch ein paar Schritte zum Eingang des Nationalparks. Im Nationalpark selbst kann man den kostenlosen Buspendelverkehr des Parks nutzen - was wir auch tun.

Wir fahren bis zum Ende der Stichstrasse und laufen den einfachen Wanderweg entlang des Flusses mit dem schönen Namen „Temple of Sinawawa". Nach starken Regenfällen kann man den Weg nicht bis zum Ende gehen, weil dann Teile überflutet sind. Wir haben Glück und können ein ganzes Stück in die Schlucht hineingehen.

 

09.05.05 Zion Nationalpark Tag 2

Einen ganzen Tag Zeit zum Wandern. Wir fahren wieder mit den Bussen in den Park und steigen an der Haltestelle „Emerald Pools" aus. Es gibt 3 Emerald Pools, den Lower, Middle und Upper Pool. Wir entscheiden uns zum Upper Pool zu laufen. Der Weg geht stetig bergauf, ist aber moderat. Gutes Schuhwerk ist gefragt, als wir am Middle Pool ankommen, denn hier müssen wir durch seichtes Wasser laufen um den Weg queren zu können. Um der Rutschgefahr vorzubeugen sind eiserne Ketten gespannt, an denen man entlang gehen kann. Kurz danach zweigt der Weg zum Upper Pool ab. Er ist deutlich beschwerlicher als die bisherige Wegstrecke, endet aber nicht nur an einem Teich sondern auch an einem sehr hohen Wasserfall. Wir steigen wieder zur Abzweigung ab und gehen dann auf der anderen Seite zurück ins Tal, genießen dabei die wunderbaren Ausblicke.

Der Bus bringt uns zu unserem nächsten Ziel, dem Weeping Rock. Vom Weeping Rock tropft ständig Wasser von oben. Aus der dahinter liegenden Höhle sieht es tatsächlich so aus, als würde der Stein weinen.
Nach diesem kurzen Marsch steigen wir weiter hoch zum Hidden Canyon. Der Weg ist anfangs recht moderat, wird später aber steil. Schwindelfrei sollte man möglichst sein, der Abgrund ist teilweise sehr nah und sehr tief. Dafür hat man aber eine spektakuläre Aussicht. An den schwierigen Strecken sind auch Ketten als Geländer gespannt, die wir dankbar benutzen.
Der Hidden Canyon selbst ist schwer zu begehen und nur für erfahrene Wanderer zu empfehlen. Wir gehen nicht mehr in den Canyon, sondern machen uns nach kurzer Rast wieder auf den Rückweg.

 

10.05.05 Bryce Canyon

Weiterfahrt zum Bryce Canyon. Wir fahren durch den Zion und genießen den Teil des Parks, den wir noch nicht gesehen haben. Hier sieht man auch die „Beehives" von denen der Staat Utah seinen Spitznamen hat. Die Felsen sehen tatsächlich aus wie Bienenkörbe, runde Gesteinsformationen mit vom Wasser ausgewaschenen Rillen, die diese bizarre Form ergeben. Die Fahrt zum Bryce Canyon dauert 2 - 3 Stunden und wir genießen die schöne Landschaft während der Fahrt. Wir übernachten im Ruby´s Inn und haben Glück, dass wir sehr schöne Zimmer im neuen Trakt des Hotels bekommen. Lange halten wir uns hier aber nicht auf, nur kurz auspacken und dann weiter zum Bryce Canyon. Das Hotel ist nur 2 Meilen vom Eingang entfernt.

Erst einmal wie immer ein Stopp im Besucherzentrum, um Informationen über Wetter und Wanderwege zu erhalten. Heute fahren wir aber nur die Panoramastraße bis ganz nach oben und stoppen an den Aussichtspunkten. Nach dem warmen Wetter im Death Valley und Zion Nationalpark ist der Bryce Canyon kalt. Dies erklärt sich durch die hohe Lage von bis zu 3200 m. Ganz oben haben wir sogar Schnee. Im unteren Teil des Parks ist davon aber nichts zu merken.

 
Bryce Canyon
Bryce Canyon

11.05.05 Wandertag

Wir starten am Sunrise Point und gehen den Queens Garden Trail hinunter. Bei Wanderungen im Bryce muss man immer bedenken, dass der schwerste Teil am Ende liegt - man muss wieder hoch! Eigentlich wollten wir vom Queens Garden Trail über den Navajo Loop wieder nach oben steigen. Dieser ist aber gesperrt, da Teile eingestürzt sind (wieder das schlechte Wetter in den vorherigen Monaten).  Also laufen wir den Peek-a-boo Loop. Der Weg bietet wunderschöne Einblicke in das Amphitheater des Bryce Canyon. Von oben ist alles sehr fotogen und sieht toll aus, aber von unten, mitten drin, sind die Eindrücke unbeschreiblich.

 

12.05.05 Capitol Reef Nationalpark

Ein halber Fahrtag. Allerdings ist die Strecke so wunderschön, dass das Fahren ein Vergnügen ist. Die Straßen sind wie überall (außer den Großstädten) leer, so dass kein Stress aufkommt.

Unser Ziel, den Capitol Reef Nationalpark erreichen wir am frühen Nachmittag. Wir schlafen im Best Western, dass direkt am Nationalpark liegt. Wir schauen uns die Petroglyphen an, fahren durch einen Teil des Parks und machen eine kurze Wanderung zu den Mouse Tanks, die uns durch eine beeindruckende Schlucht führt. An den Felsen wurde „Buch" geführt, welche Pioniere wann hier vorbeikamen. Es ist sehr interessant die Inschriften zu lesen.

 
Arches Nationalpark
Arches Nationalpark

13.05.05 Arches Nationalpark

Moab ist unser Ziel. Unterwegs machen wir aber noch einen Abstecher ins Goblin Valley. Von oben sieht es wirklich so aus als würden viele kleine Kobolde in diesem Tal wohnen. Man darf hinabsteigen und zwischen den lustigen Felsformationen herumlaufen, was wir auch mit Vergnügen tun. Moab erreichen wir am frühen Nachmittag. Wir schlafen im Comfort Inn, das sehr schöne große Zimmer und ein riesiges Hallenbad hat. Von Moab erreicht man den Arches und den Canyonlands Nationalpark, daher bleiben wir 4 Nächte hier.

Wir fahren in den Arches Nationalpark, einer Hochwüste mit unzähligen Steinbrücken. Den ersten Stop machen wir in der „Windows Section" und erkunden dort die Steinformationen. Der Rundweg zu Fuß dauert ca. 1 Std. Wir fahren weiter zu Wolfe´s Ranch. Hier parken wir um den ca. 3-stündigen Weg (hin und zurück) zum Delicate Arch zu laufen, den für mich beeindruckendsten Bogen des Nationalparks. Man kann einen Aussichtspunkt auch mit dem Auto erreichen, hat aber dann nicht die schneebedeckten Berge im Hintergrund und kommt auch nicht nah an den Delicate Arch heran. Der Bogen ist riesig und gerade aus der Nähe unglaublich beeindruckend. Am schönsten sind die Nachmittags- oder Abendstunden, denn dann sind die Lichtverhältnisse am besten.

 

14.05.05 Canyonlands Nationalpark

Der Canyonlands Nationalpark ist in 3 Teile geteilt. Der "Islands in the sky" ist ca. 1 Autostunde von Moab entfernt und unser heutiges Ziel. Teile des Parks erinnern an den Grand Canyon. Der Colorado und der Green River haben eine tiefe Schlucht geschnitten. Daher auch die 3 Teile des Parks, die von verschiedenen Eingängen erreichbar sind. Der Teil „The Maze" ist nur mit Geländewagen zugänglich und erfordert eine vorherige Anmeldung. Auch in den anderen Parkteilen sind nicht alle Strassen ohne Anmeldung zugänglich, man will damit den Massentourismus in empfindlichen Parkteilen unterbinden. Der Death Horse Point State Park liegt direkt neben dem Islands in the sky Park und bietet spektakuläre Aussichten auf die Schlucht. Dem Grand Canyon zum verwechseln ähnlich (nur nicht so überlaufen).

 

15.05.05 Wandertag im Arches Nationalpark

Wir laufen den Devil´s Garden Trail, der 5 - 6 Stunden dauert und zu unzähligen Steinbögen führt. Gutes Schuhwerk und ausreichend Wasser sind unbedingt erforderlich. Am frühen Abend bummeln wir noch durch die vielen netten Geschäfte Moabs.

16.05.05 "The Needles"

Canyonlands Nationalpark, diesmal der südliche Teil „The Needles". Unterwegs halten wir am „Newspaper Rock" an dem die Indianer durch Petroglyphen Nachrichten füreinander hinterließen.

 
Monument Valley
Monument Valley

17.05.05 Monument Valley

Wir fahren zum Monument Valley und schauen uns die Tafelberge an. Wir übernachten in Kayenta im Best Western. Hier haben wir festgestellt, dass eine direkte Fahrt nach Page besser gewesen wäre.

18.05.05 Page

Die Stadt ist nur 1 ½ Fahrstunden von Kayenta entfernt und liegt am schönen Lake Powell. Wir schauen uns den Glen Canyon Staudamm an und verbummeln den Rest des Nachmittags am Pool des Courtyard by Marriott Hotels.

 

19.05.05 Antelope Canyon Tour

Haben wir schon in Deutschland gebucht. Wir werden gegen Mittag von einer Navajo-Frau (das Gebiet gehört den Navajo, ebenso wie das Monument Valley) namens Rosie in einem großen Geländewagen abgeholt. Schon die Fahrt zum Canyon ist ein Abenteuer. Mit einem normalen PKW würde man im tiefen Sand stecken bleiben. Der Canyon ist wunderschön, mit glatten Wänden, die schimmern, wenn das Licht von oben in die Schlucht fällt. Dies ist allerdings nur um die Mittagszeit so, da der Canyon sehr eng ist.

 
Grand Canyon
Grand Canyon

20.05.05 Grand Canyon

Der Grand Canyon ist nach knapp 2 Stunden Fahrt erreicht. Wir machen den East Rim des Parks auf dem Weg zu unserem Hotel. Wir schlafen ca. 2 Meilen außerhalb des Parks in Tusayan, einem kleinen Örtchen, mit mehreren Restaurants, Shops und einem IMAX Theatre, das einen sehr interessanten Film über den Grand Canyon zeigt.

 

21.05.5 West Rim

Wir parken unser Auto auf dem großen Parkplatz an der Bridal Veil Lodge und machen uns zu Fuß auf, um den West Rim zu erkunden. Abseits der Aussichtspunkte kann man in Ruhe die Landschaft genießen ohne die vielen Leute, die mit den Pendelbussen kommen. Den Pendelbus nehmen wir allerdings auch für den Rückweg zum Parkplatz - eine Strecke laufen reicht.

22.05. - 25.05.05 Las Vegas

Wir fahren zurück nach Las Vegas und genießen noch einmal die Lichter der Stadt und schauen uns die Themenhotels an, bevor wir nach Hause fliegen.

 

Reisebericht Las Vegas, Nationalparks & Canyons zum Download

Reisebericht_Tietz_USA_2005_Rundreise.pdf

Reisebericht Claudia Tietz USA 2005

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